Aktualisierungen Juni, 2012 Kommentarverlauf ein-/ausschalten | Tastaturkürzel

  • lutzland 19:20 am 7. June 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Dörte Giebel, Interview   

    Die Göre lebt!!! 

    Auf ein Sektchen mit einer Göre! Dörte Giebel also known as @dieGoerelebt kennt sich extrem gut aus im Umgang mit Social Media, weshalb sie auch einen Fernlehrgang zum Thema entwickelt hat. Darüber hinaus setzt sie das Web intensiv für ihre eigenen Lernideen ein. So machen Lernjunkies das. Stößchen!

     
    • horazhaselhuhn 17:39 am 9. Juni 2012 Permalink | Antworten

      Der Diskurs um Social Media dreht sich m.E. ein wenig um sich selbst – die immergleichen Argumente werden regelmäßig wiederholt: „Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von allen.“
      Damit möchte ich nicht die Arbeit der Bildungsreporter kritisieren, vielmehr möchte ich es als allgemeines Statement verstanden wissen. Nur habe ich den Eindruck, jeder zweite Artikel zum Thema bei Spiegel, Zeit o.ä. (und durchaus auch die Tendenz dieses Blogs) gebe eine Art Mantra über die Wichtigkeit der Social Media für den Unterricht wieder. Erkenntnisgewinn?!

  • dunkelmunkel 20:32 am 22. May 2012 Permalink | Antworten
    Tags: openscience   

    Roman & Thies von netzforschen.de 

    Selten so ein leckeres Interview gehabt: Direkt aus Lutzens Lieblingseisdiele in Heidelberg senden die Bildungsreporter ihr Interview mit den beiden Machern von netzforschen.de: Roman Szymanski und Thies Schneider. Bei netzforschen.de handelt es sich um ein Open-Science-Projekt-Start-Up, und der Begriff „netzforschen“ ist doppeldeutig: Zum einen sollen Forschungsfragen zu social media (also, zum Netz) bearbeitet werden, zum anderen soll das Ganze auch im Netz und unter Nutzung des Netzes stattfinden. Die Idee wurde im Rahmen eines Seminars an der TU Darmstadt geboren, frei nach dem Motto: Vielleicht sind Netzforscher auch im Netz forscher. Wer weiß. (Wir wollten einfach nur mal ein Wortspiel ergänzen.) In diesem Sinne: eine Kugel Erbeer, eine Schoko, eine Malaga!

    Bei dieser Gelegenheit: Nicht vergessen: Do, 24.5., 20 Uhr, Dossenheim zur Kreidezeit. Einschalten und mitmachen!

     
  • dunkelmunkel 19:09 am 27. April 2012 Permalink | Antworten
    Tags:   

    Aufzeichnung online: Dossenheim die zweite! 

    Die Aufzeichnung der zweiten Sendung von „Dossenheim zur Kreidezeit“ ist nun online abrufbar – das Thema: Lehrerbildung der Zukunft. Was ist ein guter Lehrer? Wie sollte das Lehramtsstudium gestaltet sein? Wie viel Praxis ist notwendig, wie viel Theorie? Und wie machen es die Finnen? All diese Fragen wurden angesprochen und diskutiert: mit den Studierenden Ulysses Hucke, Marco Orth und Janna Spannagel,  mit Prof. Dr. Friedirch Gervé von der PH Heidelberg, mit dem Psychologen auf der Couch Helge Schweizer und mit unseren Gästen aus Finnland Emma Kostiainen und Matti Rautiainen von der Universität in Jyväskylä. Diesmal erstmals dabei: BILL DUNG – Niemand zückt den Rotstift schneller!

    Wer die ganze Sendung sehen möchte: bitte schön!

     

     
  • lutzland 12:11 am 24. April 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Bill Dung, Dossenheim zur Kreidezeit, LernZeitRäume   

    Donnerstag einschalten! 

    Diesen Donnerstag, den 26. April um 20 Uhr, ist es wieder so weit: Die Bildungsreporter gehen zum zweiten Mal mit „Dossenheim zur Kreidezeit“ auf Sendung. Mit illustren Gästen, zwei Moderatoren und … sehen Sie selbst! Link zum LIVE-Stream

    Premiere feiert übrigens unser Retro-Bildungsreporter Bill Dung, der Schüler der LernZeitRäume über „Was macht einen guten Lehrer aus?“ befragt hat und darauf eine Menge guter bis genialer Antworten bekam. Hier schon mal ein Screenshot: stay tuned!

     
  • lutzland 00:03 am 12. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: bildungsreporter, , digilern, lutzland, martin linder, ottobrunn, wissmuth   

    Sie reiten wieder! 

    Sie reiten wieder! Die Bildungsreporter Christian Spannagel und Lutz Berger werden die Digilern 2012 digital und analog begleiten. Zusammen mit Mastermind Martin Lindner von Wissmuth. Worum es geht? Um Schule! Und

    „Digitale Medien im Unterricht“ – was ist damit alles gemeint? Auch, aber nicht nur eMails, digitalisierte Aufgabenblätter und Hi-tech-Whiteboards. Was Netz hat sich in den letzten Jahren zum Mitmach-Netz entwickelt: mit Wikis, Blogs, Facebook, mit selbst gedrehten Videos und neuerdings Tablets (wie das iPad) und Handys, mit denen jede/r überall ins Internet kann. Wird das die Schule in den nächsten 10 Jahren verändern? Und soll es das überhaupt? Wenn ja, wie? Und wenn nein, warum nicht?

    Kein Wunder, dass bei diesen Themen „die Digilern ein Mitmach-Kongress! Sie können sich als als ,,Neueinsteiger“ Inspirationen und Anregungen holen, ein eigenes Projekt vorstellen, einen Kurzvortrag halten, einen Workshop moderieren und/oder ein Thema für eine offene Barcamp-Session vorschlagen.

    Das dürfte, und davon haben wir uns live vor Ort überzeugt, ein Ausflug in das pralle pädagogische Leben. Laptoperfahrene Lehrer aus allen Bundesländern werden erwartet, digital natives und – TUSCH – es gibt einen Video-Wettbewerb, wobei die besten Einsendungen mit ein paar Dutzend kompletter Laptop-Klassen, Intel inside ausgestattet werden. Langer Satz, aber der Gewinn war es wert! Weiteres in den nächsten Wochen bei den Bildungsreprtern – und wir sehen uns Anfang März in Ottobrunn! Abgemacht?

     
    • LEKTION 8 - Nachhilfe Online 14:00 am 5. März 2012 Permalink | Antworten

      Schön, dass die Veranstaltung in diesem Jahr wieder stattfindet. Die Themen rund um den Einsatz neuer Medien in der Schule sind zukunftsweisend und vielfältig. Werdet Ihr zeitnah von dort berichten?

      • cspannagel 01:09 am 14. März 2012 Permalink | Antworten

        Demnächst kommen die ersten Berichte – auch zusammen mit unserem neuen Projekt… mehr demnächst hier. 🙂

  • lutzland 13:26 am 8. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: Bastian Hirsch, Berlin, , Margret Rasfeld   

    Remember Berlin? 

    Die Älteren unter euch werden sich noch erinnern: Bald ist es ein Jahr her, daß die Bildungsreporter ihre Laptops, Kameras und Wanderschuhe einpackten, um sich auf die legendäre Bildungsexpedition durch Deutschland zu machen.

    Lassen wir die Frage mal beiseite, was sich seitdem in Sachen Schule & Deutschland zum Positiven hin verändert hat (ein Highlight: Dr. Christian Spannagel ist inzwischen Professor geworden, wir gratulieren!) und begeben uns mal kurz nach Berlin, wo wir in der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum mit Schülern und der Direktorin Margret Rasfeld ein ausführliches Interview machten.

    Besagte Frau Rasfeld hat sich in der letzten Ausgabe von chrismon (liegt meinem ZEIT-Abonnement bei) ausführlich mit dem Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger unterhalten (Margret Rasfeld – Thomas Sattelberger: Kind, aus dir wird was!), worauf ich hier und heute mit einer gewissen evolutionären Dringlichkeit kurz verweisen möchte.

    Ansonsten, spontaner Rückblick: Basti Hirsch, alias cervus, hat sich in Sachen Bildungsreporter geradezu granatenmässig entwickelt, man verzeihe mir den paramilitärischen Vergleich,  und seine Tweets seien jedem Bildungsbürger nachdrücklich ans Herz gelegt. Abgesehen davon vermisse ich die hochsommerlichen Temperaturen vom letzten Jahr, aber (und das gilt auch für Bildung in Deutschland) es kann ja noch werden …

     
    • cspannagel 15:21 am 8. August 2010 Permalink | Antworten

      Danke für die Glückwünsche. 🙂

      Es gab übrigens bestimmt auch noch (!) unvorteilhaftere Bilder… :-))

    • Basti Hirsch 23:25 am 21. August 2010 Permalink | Antworten

      Lutz, lieben Dank für die wohlwollende Rezension meiner Tweets!

  • inablogpaten 21:39 am 25. May 2010 Permalink | Antworten
    Tags: Dialog fördern, Inklusion, Nischenthema   

    Das Internet in Nischen tragen 

    und gleichzeitig Nischenthemen mit Hilfe des Internets aus ihrem Schattendasein heraus holen, das ist das Anliegen der Initiative nischenThema.de.

    Mit dieser Idee im Hinterkopf bin ich im April zu Frau Knobloch nach Dresden gefahren. Der Kontakt zu Frau Erika Knobloch aus Dresden ist bereits im vergangenen Jahr über die Veröffentlichung einiger Artikel aus dem Tagebuch “52 Dienstage” entstanden, dessen Herausgeber der Verein Lebendiger leben! e.V. ist. Wir haben damals, mit Unterstützung der Blogpaten, einige Artikel aus diesem Tagebuch in verschiedenen Blogs im Internet publiziert. Frau Erika Knobloch hat uns auch nach diesem ersten Beitrag weitere Artikel per Post zugeschickt – sie verfügt über keinen eigenen Internetanschluss – die wir in ihrem Namen und mit ihrem Einverständnis auf der offenen Plattform online stellen.

    Sobald es Kommentare gibt, teilen wir dies Frau Knobloch telefonisch mit. Sie selbst besucht gelegentlich ein Internet-Café, um auf die Kommentare im Blog zu antworten. Ebenso wird sie von Ihrer Tochter darin unterstützt, mit uns in regelmäßigem E-Mail-Kontakt zu bleiben. Frau Knobloch hat ein konkretes Anliegen und bereits am 22. März 2010 einen offenen Brief an die Geschäftsleitung des Sozialverbandes Dresden geschrieben, in dem sie erneut um eine Parkerleichterung bittet, die ihr zu deutlich mehr Lebensqualität verhelfen würde. Ihre Anträge werden seit 1999 (!?) immer wieder abgelehnt. In folgendem kurzen Video, dass ich mit ihr aufgenommen habe, beschreibt sie ihre Situation:

    Bei meinem Besuch in Dresden konnte ich Frau Knobloch die Möglichkeiten der Vernetzung im Internet zeigen und ihre Fragen dazu beantworten. Via Twitter kamen spontan erste Grüße und Kommentare.

    Erfreulich: Unmittelbar nach der Veröffentlichung und Verbreitung ihres offenen Briefes im Internet, stellten sich erste Erfolge in Sachen Parkerleichterung ein. Frau Knobloch hat mir anschließend telefonisch mitgeteilt, dass sie nun zumindest die orangene Parkkarte bekommt. Allerdings berechtigt dieser Ausweis NICHT zum Parken auf einem Behindertenparkplatz, was für sie aber enorm wichtig wäre.

    Was hat das mit Bildung zu tun, werden sich vielleicht einige fragen, denn solche Treffen finden weder an einer Uni noch in einem Workshop oder auf einem Barcamp statt.

    Ich finde es einfach enorm wichtig, hier mit praxisnahen niedrigschwelligen Bildungsangeboten eine Lücke zu schließen und auch jene zu erreichen, für die der Besuch eines Workshops wenig geeignet ist und auch nicht zum Erfolg führen würde.

    Enorm wichtig ist es, einem Personenkreis, der wenig weberfahren ist, vor jeder Aktion immer erst die Möglichkeiten des Publizierens im Internet zu zeigen. Was heißt es unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen. Worauf muss ich achten? Welche Rolle spielen Suchmaschinen. Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich anonymisiert ins Web schreiben möchte? Wo befindet sich ein Video im Internet? Was bedeutet es, dass jeder dieses Video in seinem Blog einbinden und verbreiten kann. Wie spreche ich Personen an, die auf meinen Beitrag kommentieren? (Hier irritiert manchmal die persönliche Du-Form.) Was ist Twitter? Was ist Facebook?

    Gibt es bereits ein Thema – wie hier ein konkretes Anliegen und das Bedürfnis gegenüber Behörden Druck zu machen – wird Web2.0 eher spielerisch und nebenbei erfahren. Es hat sich gezeigt: auf viele technische Begriffe kann man dann beim Erklären verzichten.

     
    • Brigitte Reiser 02:50 am 29. Mai 2010 Permalink | Antworten

      Ich finde diese zugehende Form von Bildung, die Menschen direkt aufsucht, die sich ansonsten nicht zu einem Kurs einschreiben würden, sehr wichtig. Gerade auch, wenn es um die digitale Inklusion bzw. um Wege ins Netz geht. Speziell gemeinnützige Organisationen, die sehr häufig Zugang zu schwer erreichbaren Gruppen haben, sollten diese Chance auch stärker zur Bildungsarbeit nutzen. Es muss darum gehen, Menschen nicht nur soziale Dienstleistungen zu erbringen, sondern ihnen Teilhabemöglichkeiten zu eröffnen. Aus Klienten müssen Bürger werden, – auch durch die Wahrnahme von Partizipationschancen, die das Internet eröffnet.

    • Ingmar Redel 20:26 am 2. Juni 2010 Permalink | Antworten

      Es ist toll den Menschen die noch nicht im Netz zuhause sind das Web persönlich zu erklären und die Potentiale aufzuzeigen. Gerade viele ältere Menschen werden sonst nie einen Zugang zu diesem Medium erfahren. Die Schule ist vorbei für sie, Volkshochschulkurse sind meist ebenfalls nicht mehr in Reichweite, bleibt nur noch Fernsehen oder Zeitungen – oder eben am besten ganz persönlich mit den Menschen reden, es ihnen erklären, ihnen zeigen das sie sich vom Internet nicht ausgegrenzt fühlen müssen.

      Wie Brigitte es schrieb, geht es insbesondere um Beteiligung. Im Gegensatz zu TV oder Zeitungen ist das Internet nicht nur uni-direktional, sondern multi-direktional. So kann ein Mensch mit einem Anliegen schnell die herkömmlichen Hürden überwinden und mit Menschen unabhängig vom eigenen physikalischen Standort in Dialog kommen und darüber im besten Falle auch Unterstützung erhalten durch Netzwerkeffekte und die Schaffung von Aufmerksamkeit für ein Thema.

  • lutzland 00:06 am 9. March 2010 Permalink | Antworten  

    Thomas Bernhardt, das educamp Hamburg im Rückblick, 2. Teil 

    Hier der zweite Teiles des Skype-Interviews mit Thomas Bernhardt, wir kamen ein wenig ins plaudern, daher gibt es zwei Teile eines rund 50minütigen Gesprächs: mundgerecht! Diesmal geht´s um Lehrer, Lehrerfortbildung und den akademischen Nachwuchs, um träge Tanker, langsame Entwicklungen, um allgemeine Bildungsfragen – und um die Zukunft der educamps.

     
  • lutzland 12:24 am 6. March 2010 Permalink | Antworten  

    Interview mit Thomas Bernhardt über das educamp HH, 1. Teil 

    It was a hit, it was a gas, it ws a smash: das Hamburger Educamp erwies sich erneut als Treffpunkt, Szenetreff und Familienfeier in Sachen Lernen und Lernen 2.0, wobei es im Vorfeld und Nachhinein zu heftigen Diskussionen kam. Womit es endgültig in der deutschen Bildungsdiskussion angekommen ist. Grund genug, unsere educamp-Reihe fortzusetzen und mit Thomas Bernhardt zu sprechen, einem der Gründer und Mitveranstalter, und ihn in zwei Teilen zur Geschichte, zur Gegenwart und zur Zukunft der Veranstaltungsreihe zu befragen. Hier der erste Teil der, sagen und hoffen wir mal, unendlichen Geschichte der educamps …

     
    • Alexander Perl 22:37 am 8. März 2010 Permalink | Antworten

      Ersteinmal vielen Dank an Thomas und Lutz für eure Zeit die ihr in diesen Beitrag gesteckt habt! Sehr gute Einsichten auch in die organisatorische Seite der EduCamps!

      Ich möchte nur kurz eine Notiz machen:
      Zur Dokumentation:
      Ich glaube ,dass die Dokumentation durch einen „Assistenten“ nicht dem dem Esprit einer Unkonferenz entspricht. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten wir eine dezentralisierte Dokumentation anstreben, um auch bspw. verschiedene bevorzugte Berichterstattungsmedien zu ermöglichen. So könnte man evtl. einen zentralen Anlaufpunkt für die Verlinkung zur Verfügung stellen, eine Wikiseite etc. Hier sollten wir Bildungsreporter vielleicht auch zu jedem EduCamp hier einen Artikel mit Verlinkungen oder einer entsprechender Seite bereit halten, oder?

      So viel ersteinmal dazu.
      Ich freue mich schon auf das nächste EduCamp (und das ist noch soooo lange hin 😉 ), ob mit Dokumentation, Podiumsdiskussion, vielen oder wenigen Räumen. Am Wichtigsten ist, dass wieder ALLE die bisher dabei waren sich gegenseitig aktivieren, und noch mehr dazu kommen.

  • Helge Städtler 12:14 am 8. February 2010 Permalink | Antworten  

    Educamp 2010 – die leise Bildungsrevolution 

    Das Educamp liegt nun 24h zurück und viele Follow-Up-Berichte wachsen gerade organisch in der höchst gesunden Blogkultur des Cyberspace. Für mich war es das erste Educamp, aber nicht die erste Veranstaltung dieser Art.

    Ich kam mit eher gemischten Erwartungen nach Hamburg: Was würde die Community dort wohl antreiben? Welche Dinge sind der Community wichtig? Wo würde es Auseinandersetzung geben? Wo ein Gefühl der Verbundenheit und Gemeinsamkeit? Würde es wohl neue Erkenntnisse geben? Würde ich etwas hinzulernen?

    Das Educamp hat seinen Charakter der Unconference voll ausgespielt. Meine Fragen hätte mir niemand vorher beantworten können, denn was dort passiert ist im vorhinein nicht bestimmbar. Der Besuch war also obligatorisch und der beste Weg es herauszufinden. Denn: Jedes Educamp ist völlig anders, da das Educamp in erster linie die Teilnehmer sind, die es gestalten. Je aktiver diese sich einbringen, je diskussionsfreudiger sie zu Werke gehen, umso besser wirds. Einmal mehr gilt vor allem ein Motto: „Wenn Du möchtest dass sich etwas verändert, dann tu es selbst.“ Das Educamp, dass man sich wünscht kann man bekommen, wenn man selbst daran mitgestaltet.


    Foto: Vortrag zu „Heuschreckenbasierter Bildungsrevolution“

    Revolution oder Evolution?
    Der Gestaltungswille und die leidenschaftliche Energie der Teilnehmer, die immer wieder vor allem in Diskussionen sichtbar wurde, zeichnet dieses Format aus. Der starke Wunsch aller Teilnehmer dem „verkrusteten System“ irgendwie eine Änderung beizubringen war in fast jeder Session spürbar. Auseinander gingen die Meinungen jedoch, ob eher Evolution oder doch besser Revolution angebracht sind. Während die einen, die das Bildungssystem aus langjähriger Erfahrung kennen und gestalten (z.B. ein Rolf Schulmeister) eher mit leisen und wenigen Worten für evolutionäre Veränderungen eintraten, wurde von den anderen, die das Bildungssystem aus langjähriger Erfahrung kennen und gestalten (z.B. einer Lisa Rosa) eher mit lauten und vielen Worten für Revolution plädiert.

    Beide Standpunkte werden jedoch – scheinbar ohne es zu merken – von den Fakten der Realität mehr als eingeholt, wenn nicht gar überholt. Die Session „Heuschreckenbasierte Bildungsrevolution“ zeigte mehr als eindrucksvoll auf, dass die Veränderung von völlig anderer Seite bereits in vollem Gange ist. Veränderung findet statt, nur weichen die Inhalte dieser Veränderung deutlich ab von dem, für das beide (Evoluzzer & Revoluzzer) auf dem Camp eintraten. Die Revolution kommt aus den Vereinigten Staaten und lautet „Charter Schools“.

    Schulen werden dort die neuen Wertanlagen und Investments nach den Immobilien, die natürlich auch monetäre Gewinne erzielen sollen. Zitat von der Webseite des Anbieters Revolution Learning:

    Revolution Learning is focused on transforming how people learn worldwide.

    Vor allem einige Stiftungen die über viel Geldvermögen verfügen sind hier besonders aktiv. Und es bilden sich ganze Unternehmen für den Schulbetrieb zum Beispiel die National Heritage Academies Aktiengesellschaft mit einem Jahresumsatz in 2002 in Höhe von $US 120 Mio inklusive öffentlicher Testate, wie denn das Humankapital in Lesen, Rechnen und Sprachen performt hat.

    Der Begriff des Humankapitals bekommt hier eine völlig neue Bedeutung. Jahresberichte bzw. Annual Reports wie der der des Education Policy Studies Laboratory (EPSL) mit dem Titel „Cashing in on Kids“ (PDF) klingen tatsächlich nach einem neuen Geschäftsmodell. Die Steuerungsgröße des Return-on-Investment sorgt hier für eine deutlich andere Sicht auf Bildung, Bildungssystem und Bildungserfolg. Bereits der Begriff „Bildung“ an sich wird hier durch eine nahezu unbemerkt stattfindende leise Bildungsrevolution ohne irgendeine Barcamp-Beteiligung umdefiniert. Was diese Umdefinition bedeutet, das wäre ein spannendes Rahmenthema für ein neues Educamp.

    Könnte man also behaupten: Teilnehmer des Educamps kreisen eher nur um sich selbst im Revolution-vs.-Evolution-Dissens? Nein! Das kann man nicht, das Educamp hat diesen Trend als erstes aufgedeckt. @cervus hatte den Mut die Session anzubieten und die Teilnehmer kamen. Erst die Session zu diesem Thema, die auf einer klassischen Konferenz als früher Hinweis keine Chance hätte, hat diese Entwicklung auf’s Bildungstableau gebracht.

    Das Educamp ist zur Revolution fähig, enthält zugleich aber auch alle Voraussetzungen zur Evolution, und ist ein empfindlicher und sehr vielfältiger Sensor für die internationalen Entwicklungen. Diese große Freiheit – alles gleichzeitig zu erleben – verwirrt (zumindest mich etwas), aber man erlangt eine vollständigere Sicht auf die Dinge.

    Euer Bildungsreporter, Helge

     
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