Aktualisierungen März, 2011 Kommentarverlauf ein-/ausschalten | Tastaturkürzel

  • lutzland 22:35 am 27. March 2011 Permalink | Antworten  

    B-Reporter unterwegs: Bremen, EduCamp 

    B-Reporter Berger, busy in Bremen: zwei Tage live on air, zahlreiche Sessions und Interviews aufgezeichnet, bearbeitet und – in erster Linie viel dazu gelernt. Dazu später, hier zunächst sein Skype-Interview mit Thomas Bernhardt über #echd11, die Vorbereitungen und die Folgen, weitere Informationen und eine clevere Sessionmatrix, a must for further barcamps, unter http://educamp.mixxt.de

     
  • inablogpaten 21:39 am 25. May 2010 Permalink | Antworten
    Tags: Dialog fördern, Inklusion, Nischenthema   

    Das Internet in Nischen tragen 

    und gleichzeitig Nischenthemen mit Hilfe des Internets aus ihrem Schattendasein heraus holen, das ist das Anliegen der Initiative nischenThema.de.

    Mit dieser Idee im Hinterkopf bin ich im April zu Frau Knobloch nach Dresden gefahren. Der Kontakt zu Frau Erika Knobloch aus Dresden ist bereits im vergangenen Jahr über die Veröffentlichung einiger Artikel aus dem Tagebuch “52 Dienstage” entstanden, dessen Herausgeber der Verein Lebendiger leben! e.V. ist. Wir haben damals, mit Unterstützung der Blogpaten, einige Artikel aus diesem Tagebuch in verschiedenen Blogs im Internet publiziert. Frau Erika Knobloch hat uns auch nach diesem ersten Beitrag weitere Artikel per Post zugeschickt – sie verfügt über keinen eigenen Internetanschluss – die wir in ihrem Namen und mit ihrem Einverständnis auf der offenen Plattform online stellen.

    Sobald es Kommentare gibt, teilen wir dies Frau Knobloch telefonisch mit. Sie selbst besucht gelegentlich ein Internet-Café, um auf die Kommentare im Blog zu antworten. Ebenso wird sie von Ihrer Tochter darin unterstützt, mit uns in regelmäßigem E-Mail-Kontakt zu bleiben. Frau Knobloch hat ein konkretes Anliegen und bereits am 22. März 2010 einen offenen Brief an die Geschäftsleitung des Sozialverbandes Dresden geschrieben, in dem sie erneut um eine Parkerleichterung bittet, die ihr zu deutlich mehr Lebensqualität verhelfen würde. Ihre Anträge werden seit 1999 (!?) immer wieder abgelehnt. In folgendem kurzen Video, dass ich mit ihr aufgenommen habe, beschreibt sie ihre Situation:

    Bei meinem Besuch in Dresden konnte ich Frau Knobloch die Möglichkeiten der Vernetzung im Internet zeigen und ihre Fragen dazu beantworten. Via Twitter kamen spontan erste Grüße und Kommentare.

    Erfreulich: Unmittelbar nach der Veröffentlichung und Verbreitung ihres offenen Briefes im Internet, stellten sich erste Erfolge in Sachen Parkerleichterung ein. Frau Knobloch hat mir anschließend telefonisch mitgeteilt, dass sie nun zumindest die orangene Parkkarte bekommt. Allerdings berechtigt dieser Ausweis NICHT zum Parken auf einem Behindertenparkplatz, was für sie aber enorm wichtig wäre.

    Was hat das mit Bildung zu tun, werden sich vielleicht einige fragen, denn solche Treffen finden weder an einer Uni noch in einem Workshop oder auf einem Barcamp statt.

    Ich finde es einfach enorm wichtig, hier mit praxisnahen niedrigschwelligen Bildungsangeboten eine Lücke zu schließen und auch jene zu erreichen, für die der Besuch eines Workshops wenig geeignet ist und auch nicht zum Erfolg führen würde.

    Enorm wichtig ist es, einem Personenkreis, der wenig weberfahren ist, vor jeder Aktion immer erst die Möglichkeiten des Publizierens im Internet zu zeigen. Was heißt es unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen. Worauf muss ich achten? Welche Rolle spielen Suchmaschinen. Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich anonymisiert ins Web schreiben möchte? Wo befindet sich ein Video im Internet? Was bedeutet es, dass jeder dieses Video in seinem Blog einbinden und verbreiten kann. Wie spreche ich Personen an, die auf meinen Beitrag kommentieren? (Hier irritiert manchmal die persönliche Du-Form.) Was ist Twitter? Was ist Facebook?

    Gibt es bereits ein Thema – wie hier ein konkretes Anliegen und das Bedürfnis gegenüber Behörden Druck zu machen – wird Web2.0 eher spielerisch und nebenbei erfahren. Es hat sich gezeigt: auf viele technische Begriffe kann man dann beim Erklären verzichten.

     
    • Brigitte Reiser 02:50 am 29. Mai 2010 Permalink | Antworten

      Ich finde diese zugehende Form von Bildung, die Menschen direkt aufsucht, die sich ansonsten nicht zu einem Kurs einschreiben würden, sehr wichtig. Gerade auch, wenn es um die digitale Inklusion bzw. um Wege ins Netz geht. Speziell gemeinnützige Organisationen, die sehr häufig Zugang zu schwer erreichbaren Gruppen haben, sollten diese Chance auch stärker zur Bildungsarbeit nutzen. Es muss darum gehen, Menschen nicht nur soziale Dienstleistungen zu erbringen, sondern ihnen Teilhabemöglichkeiten zu eröffnen. Aus Klienten müssen Bürger werden, – auch durch die Wahrnahme von Partizipationschancen, die das Internet eröffnet.

    • Ingmar Redel 20:26 am 2. Juni 2010 Permalink | Antworten

      Es ist toll den Menschen die noch nicht im Netz zuhause sind das Web persönlich zu erklären und die Potentiale aufzuzeigen. Gerade viele ältere Menschen werden sonst nie einen Zugang zu diesem Medium erfahren. Die Schule ist vorbei für sie, Volkshochschulkurse sind meist ebenfalls nicht mehr in Reichweite, bleibt nur noch Fernsehen oder Zeitungen – oder eben am besten ganz persönlich mit den Menschen reden, es ihnen erklären, ihnen zeigen das sie sich vom Internet nicht ausgegrenzt fühlen müssen.

      Wie Brigitte es schrieb, geht es insbesondere um Beteiligung. Im Gegensatz zu TV oder Zeitungen ist das Internet nicht nur uni-direktional, sondern multi-direktional. So kann ein Mensch mit einem Anliegen schnell die herkömmlichen Hürden überwinden und mit Menschen unabhängig vom eigenen physikalischen Standort in Dialog kommen und darüber im besten Falle auch Unterstützung erhalten durch Netzwerkeffekte und die Schaffung von Aufmerksamkeit für ein Thema.

  • Oliver Tacke 15:39 am 26. March 2010 Permalink | Antworten
    Tags: ,   

    Das Loch in der Wand 

    Die Sonne brennt unerbittlich und heizt die Luft an manchen Tagen auf über 45°C auf, in einem Slum irgendwo in Indien. Dort lebt fast ein Drittel der Einwohner der Millionenstädte in solchen Elendsvierteln. Zwar gibt es in Indien eine allgemeine Schulpflicht, und gerade höheren Bildungseinrichtungen haben in der Politik einen hohen Stellenwert, viele Schüler erhalten aber nur eine kümmerliche Grundbildung. In den Slums oft nicht einmal das. Computer, das Internet und alles was dazugehört – für viele schlicht nicht greifbar: „Everywhere on Earth, there are places where, for various reasons, good teachers do not want to, or cannot, go…“ Was also tun? Man stelle sich nun vor, man platzierte einfach mitten an einem solchen Ort einen Computer mit Internetzugang; geschützt vor Wind, Wetter und Vandalismus. Was würde passieren?

    Diese Frage stellte sich 1999 Sugata Mitra und startete exakt ein solches Experiment in Neu Delhi und filmte das Geschehen mit einer versteckten Kamera. Das Ergebnis war verblüffend: Spielerisch und ohne Anleitung lernten die Kinder des Slums, wie man den Computer zum malen, schreiben, usw. benutzt und wie man online geht – alles, ohne Englisch zu beherrschen, doch das lernten sie extra für diesen Zweck. Und ihre Erkenntnisse brachten sie wiederum anderen Kindern bei. Es folgten weitere, unterschiedliche Experimente an anderen Orten, immer mit demselben Ergebnis: Auch ohne direkte Anleitung durch einen Lehrer, kann eine Neugier stimulierende Umgebung dafür sorgen, dass durch Selbstunterricht und Austausch mit Gleichrangigen gelernt wird.

    Das Projekt heißt „Hole in the Wall“ und inspirierte übrigens Vikas Swarup zu seinem Buch „Rupien! Rupien!“, besser bekannt unter dem Titel der Verfilmung: „Slumdog Millionaire“ Nähere Informationen gibt es unter http://www.hole-in-the-wall.com.

     
    • Alois Brinkmann 20:06 am 19. September 2010 Permalink | Antworten

      Habe schon festgestellt das Kinder von anderen sehr viel lernen.
      Sinnvoll wäre eine Plattform wo Kinder voneinander lernen.
      schöne Grüße aus dem Emsland
      alois

  • Oliver Tacke 11:21 am 25. March 2010 Permalink | Antworten
    Tags: , ,   

    European Innovative Education Forum Tag 2 – Workshops 

    Am zweiten Tag des Innovative Education Forum konnte ich zeitlich leider nur den Workshop-Teil unterbringen. Man hatte dreimal die Qual der Wahl aus fünf zeitgleich stattfindenden Sessions, wobei einige mehrfach angeboten wurden. Mein Los fiel auf „Using computer games to unlock learning“, „Teachtoday“ und „Bring your class online with Live@edu“.

    Vortrag Nummer Eins wurde von Ollie @ollibray Bray gehalten, einem nationalen Berater für „Lernen und Zukunftstechnik“ bei Learning and Teaching Scotland, einer staatlich beauftragten Agentur. Und, wow, er konnte schneller reden als Eddie Murphy, aber zum Glück verständlicher 🙂
    Viele denken zunächst, der Einsatz von Computerspielen im Unterricht sei lächerlich. Herr Bray vertritt aber die These, dass sie auch solchen Stoff interessant machen können, der wichtig ist – aber langweilig. Es komme aber immer darauf an, geeignete Software einzusetzen. Spezielle Lernsoftware sei meist ebenso langweilig und man solle lieber phantasievolle Ideen entwickeln, wie man „Commercially Available Off The Shelf Software“ einsetzen könne und damit den Einstieg in eine Thematik schafft. Als Beispiel präsentierte er ein Projekt, bei dem Guitar Hero den Anstoß für verschiedene weitere Aktionen gab: die Analyse eines Spielfigurcharakters (Warum müssen Charakterisierungen sich immer nur auf Bücher beziehen?), das Entwerfen und tatsächliche Bauen von Gitarren, die Gestaltung eines Videos… Sehr wichtig sei es für Schüler ferner, Inhalte nicht nur zu konsumieren, sondern auch selbst zu erstellen. Dazu könne man beispielsweise das kostenlose Kodu einsetzen, das ähnlich wie „Little Big Planet“ funktioniere, aber das komplette Gestalten einer Welt von Grund auf zulasse.
    Spiele im Unterricht seien kein Allheilmittel und sollten natürlich nicht ausschließlich verwendet werden, es komme immer auf einen guten Mix an. Gut eingesetzt, können sie aber sehr motivierend sein – das folgende Video (von Consolarium) soll hier exemplarisch zeigen, wie jemand freiwillig immer und immer wieder Matheaufgaben rechnet:
    [blip.tv ?posts_id=1924996&dest=-1]
    Die Unterlagen zum Vortrag können auf seiner Website http://olliebray.com heruntergeladen werden.

    Vortrag Nummer Zwei behandelte das Lehrerportal „Teachtoday„, das von Elke Lehmann and Thomas Schmidt (Helliwood media & education) vorgestellt wurde. Das Entwickeln von Medienkompetenz sei heutzutage extrem wichtig, und Lehrer sollten Schüler diese nahebringen können: Zwar würden Jüngere wie selbstverständlich ein Telefon in die Hand nehmen und sich selbst die Bedienung beibringen, das mache sie aber noch nicht zu Digital Natives.
    Das Portal will Lehrer in ihrer Arbeit unterstützen, indem es zahlreiche Informationen und Arbeitsmaterial anbietet. Es spricht insbesondere die „Rückseite der Medaille“ an, denn obgleich im Internet ein großes Potenzial schlummert, gibt es auch dunkle Ecken. Ein Thema, das auf Teachtoday behandelt wird, ist beispielsweise das Cybermobbing. Das ist in seiner Version im echten Leben altbekannt, findet im Internet aber 24 Stunden am Tag statt, läuft anonym ab und kennt keine räumlichen Grenzen. Weitere Themen sind Datenschutz oder auch der sichere Umgang in Chats.
    Das Portal ist sicher gerade für Lehrer jüngerer Schüler den ein oder anderen Blick wert – nicht nur in Deutschland, da es in verschiedenen Sprachen angeboten wird.

    Der dritte von mir besichte Vortrag war „Bring your class online with Live@edu“. Das Angebot basiert auf Window Live, einer Sammlung von verschiedenen Online-Diensten; dazu zählen derzeit unter anderem Chats (Messenger), Mail, eine virtuelle Festplatte in der „Cloud“ (Sky Drive), eine Anwendung zum Austauschen von Fotos, … Live@edu ist ein Programm, in dessen Rahmen Schüler und Studenten kostenlos einige Funktionen zusätzlich erhalten, zum Beispiel die Onlinezusammenarbeit an Dokumenten durch Office Live Workspace. Alle Funktionen hier ausführlich vorzustellen, würde diesen Blog-Beitrag seeehr lang machen. Interessierte sollten einen Blick auf die zugehörige Website werfen.

    Insgesamt war das Innovative Education Forum eine klasse Veranstaltung, allerdings war es für mich als Freund von BarCamps ein wenig eintönig. Zwar gab es außerhalb der Vorträge Möglichkeit zum Austausch mit anderen, aber der Rest waren halt genau das: Vorträge. Zumindest mir gefallen offenere, dialogischere Sessions wesentlich besser – aber vielleicht nimmt Microsoft ja das nächste mal einen Track mit offenen Sessions ins Programm oder feilt ein wenig an der Einbindung der Teilnehmer? Was das Thema „Marketing“ angeht: Ja, es wurde häufiger mal hervorgehoben, wo Microsoft mitmischt und verständlicherweise standen auch die Produkte der Firma im Mittelpunkt (insbesondere in speziell dafür ausgelegten Sessions). Das ganze war allerdings nicht übertrieben und nach meinem Empfinden auch gerechtfertigt. Unter dem Radar sprach Ollie Bray dafür auch mal vom Nintendo DS und der Nintendo Wii – und warf zwischendurch einen verstohlenen Blick auf sein iPhone 🙂

     
  • Oliver Tacke 23:54 am 23. March 2010 Permalink | Antworten
    Tags: , ,   

    European Innovative Education Forum Tag 1 – Lauter Überraschungen 

    Vor knapp zwei Wochen wurde ich überraschend zum siebten European Innovative Education Forum eingeladen, das von Microsoft ausgerichtet wird. Heute früh habe ich mich auf den Weg nach Berlin gemacht, wo ich dem ersten von insgesamt drei Tagen beiwohnte. Auf dem Programm standen neben einleitenden Worten zwei „Keynotes“ und eine internationale Ausstellung.

    Innovative Education Forum: Anthony Salcito

    Innovative Education Forum: Anthony Salcito

    Den Anfang machte Anthony Salcito (Vice President, Worldwide Education, Microsoft Corporation). In seiner Eingangsrede betonte er, dass die heute geknüpften Kontakte sicher das Wertvollste sein würden, was die Teilnehmer aus dem Forum mitnehmen würden. Er betonte mehrfach, dass viele Lehrer hart Arbeit und Leidenschaft in ihren Beruf einbringen und Unterstützung verdienen. In eine ähnliche Kerbe schlugen danach Cornelia Pieper (Staatsministerin im Auswärtigen Amt) und Claudia Zinke (Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie): Medienkompetenz sei wichtig für das Fortkommen in Europa, Wissen die kritische Ressource, usw. Was Politiker halt zu solchen Anlässen sagen.

    Es folgte der Höhepunkt des Tages, zumindest empfand ich es persönlich so: Sugata Mitra (Professor für Technik in der Bildung) präsentierte die Ergebnisse seiner Forschung, des „Lochs in der Wand“ („Hole in the Wall“). Diesem Teil werde ich noch einen eigenen, umfassenden Blog-Eintrag widmen, weil es so interessant war.

    Im Anschluss, die nächste Überraschung, durfte ich mit Anthony Salcito (siehe oben) und James Bernard (Worldwide Director, Partners in Learning) ein kurzes Gespräch führen – offenbar nimmt Microsoft Blogger auch als Presse wahr. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich dem gefallenen Begriff „influential blogger“ gerecht werde, aber ich fühlte mich geehrt. Also erst einmal „holterdipolter“ in die Pressekonferenz: Ich hatte das falsch verstanden und dachte, die sei nicht nur für mich. Statt mich gleich vorzustellen, hatte ich mich erst einmal hingesetzt und abgewartet – hoffe, das nahm mir niemand übel. Die nächste brachiale Aktion habe ich dann wenigstens angekündigt: Deutsche gelten ja als sehr direkt, und ich fragte gleich, warum Microsoft sich im Bereich Bildung engagiere. Was hätte ein Unternehmen davon? Herr Salcito antwortete, gute Bildung sei ein Grundrecht und Technik könne ein wertvolles Werkzeug dafür sein, setze aber auch Lehrer voraus, die es einzusetzen wissen – die Technik müsse einfach zu bedienen sein. Er sagte aber auch ganz offen, dass Microsoft gerade als Softwarehaus natürlich auf gut ausgebildete, kreative Leute angewiesen sei und daher ein Interesse daran habe, auf sich aufmerksam zu machen. Beide meine Interviewpartner sehen es als notwendig an, sowohl bottom-up durch engagierte und motivierte Lehrer das digitale Lernen voran zu bringen und zu verbreiten, als auch top-down durch die oberen Führungsebenen zu ermöglichen und zu unterstützen.

    Jeremy Gittens (Senior Director Startup Business Group), selbst ehemaliger Lehrer, zeigte mir dann kurz den MultiPoint Server. Die Software ermöglicht es, an einen (etwas schnelleren aber handelsüblichen) Rechner mehrere Monitore und Eingabegeräte anzuschließen, die alle eine eigene Arbeitsumgebung darstellen – quasi eine Thin-Client-Architektur ohne eigentliche Clients. Für die gängigen Büroanwendungen wie Textverarbeitung oder ähnliche Programme kann man so kostengünstig viele Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Microsoft möchte hier eine einfach zu bedienende Infrastruktur bereitstellen, auf die andere Anbieter eigene Lernmanagementlösungen aufsetzen können. Eine feine Sache eigentlich.

    Innovative Education Forum: Stände

    Innovative Education Forum: Stände

    Nun gab es zahlreiche Stände zu besuchen, an denen Schulen aus ganz Europa vorführten, wie sie IT in der Lehre einsetzen. Leider war gar nicht genug Zeit, um sich alles anzusehen, daher hier nur kurze Beispiele: Eine Schule aus der Slowakei zeigte mit „People who I like“, wie man Computer auf sehr unterschiedliche Weise einsetzen kann, um Schülern soziales Verhalten näher zu bringen; in der Schweiz lässt man Foto-Geschichten entwerfen, in denen Computer- und Internetsicherheit thematisiert wird, … Die Vielfältigkeit hat mich überrascht; ich bin gespannt, welche Aktion von der Jury zur besten gekürt wird.

    Den Abschluss des Tages bildete dann der Vortrag „Learning from the Students – The Social Web in an Educational Perspective“ von Leonie @bildungsluecke Schlick und Florian @floriansemle Semle. Grundtenor war, dass möglicherweise die Art zu unterrichten überholt sei, dass man von einer Lehrerzentrierung hin zu einer Schülerzentrierung kommen müsse und „Web 2.0 is an interactive way to share and to obtain information when it is currently needed.“ Die zweite Hälfte befasste sich mit einer Studie, welche Art der Hilfestellung Lehrer im Netz häufig suchen und in welchen Web-2.0-Plattformen sie möglicherweise fündig werden. Für EduCamp-gestählte sicher wenig Neues, aber dennoch interessant.

    Insgesamt ein hervorragend organisiertes Ereignis. Bin gespannt, wie fokussiert auf Microsoft-Produkte die morgigen Workshops werden. Das könnte man einem wirtschaftenden Unternehmen natürlich nicht übel nehmen, trübte aber doch das Gesamtbild ein wenig.

     
  • Herr Larbig 23:33 am 25. January 2010 Permalink | Antworten  

    Bildung: in Eis und Schnee? 

    Ein kleiner Sonntagsspaziergang, auf Metaphernsuche rund um die aktuelle Bildungsdiskussion.

     
  • Herr Larbig 02:07 am 18. January 2010 Permalink | Antworten
    Tags: , audioboo, , , Leuchttürme,   

    Vorzeige- oder Regelschulen? 

    Am 16.1.2010 gab es auf Twitter eine Diskussion um die Frage, was eigentlich an indirekten Aussagen über die „Regelschulen“ in Reportagen über „Vorzeigeschulen“ steckt. Die Frage hat mich nicht losgelassen und so habe ich mir meine Gedanken über das Thema gemacht, die nun als Audioboo zur Verfügung stehen.

    Für die Bildungsreporter ist das durchaus eine Frage: Geht es vor allem oder nur um „Leuchttürme“ der Bildungslandschaft oder auch um die stillere und dennoch gelungene alltäglichen Bildungsarbeit in ganz normalen schulischen Kontexten?

    Und hier ist der Boo zum anhören.

    Meine Audiobooseite findet sich hier.

     
c
Neuen Beitrag erstellen
j
nächster Beitrag/nächster Kommentar
k
vorheriger Beitrag/vorheriger Kommentar
r
Antworten
e
Bearbeiten
o
zeige/verstecke Kommentare
t
Zum Anfang gehen
l
zum Login
h
Zeige/Verberge Hilfe
Shift + ESC
Abbrechen